| | ||||||||||
Montag, November 24, 2003
Hallo Leute, jetzt muss ich mich wohl endlich auch mal melden.
Also was das Skateboarden letztendlich ausgemacht hat oder warum es Punkrock oder Rock´n´Roll war, ist meiner Meinung nach auf die Tatsache zurück zu führen, daß alle Leute, die sich Skater nennen wollen, ein unheimlich geiles Bedürfnis verspüren müssen, mal so richtig hart mit der Fresse den Asphalt auf zu reissen. Diese Respektlosigkeit gegenüber dem Schmerz und das ständige Liebäugeln mit potenziellen Knochenbrüchen, lässt nicht nur den Schluss zu, das Skaten einen heiden Spaß gemacht hat, sondern verlieh dem Skater eine Aura der Anarchie, die sich in der Symbolik, welche seine Lieblingsklamotten ziert, wiederspiegelt. Totenköpfe (Tod/Gefahr), Flammen (alles ist vergänglich und kein Tag kann nochmal gerippt werden, Asche zu Asche eben), Blitze (Schock/Geschwindigkeit) und so weiter. Natürlich gab es noch viele viele andere abgefahrene Designs, deren Ursprung nicht nur durch den ständigen Adrenalinrausch zu erklären ist, aber was auch immer: Skateboarden war schon irgendwie Punkrock und total verrückt. Und wenn es Anarchie war, so war sie absolut kreativ und hatte nichts von dem deprimierenden, destruktiven Scheiß, den die Eifelpunks aus ihren stinkigen Bärten geseiert haben. Skateboarden hat einem jeden Tag einen Tritt in den Hintern versetzt und einen quasi dazu gezwungen das Deck zu stylen, ne Rampe zu schustern und jede Menge Spaß zu haben. Da war es dann auch egal ob man von Hausmeistern oder Passanten angepöbelt wurde. So hat das Skaten,wie ich finde das Beste rausgeholt was wir damals zu bieten hatten, ohne jemals so einen beknackten Wettbewerb zu starten und das soll erst mal einer nachmachen. Mit dem was wir konnten haben wir uns gegenseitig gepuscht, egal ob es nun ein neuer Trick war, oder ein gutes Design, oder einfach nur seine Fuß so schnell wie möglich vor den anderen zu setzen, damit man sich bei Tempo 20 nicht das Kinn wegflext (oder bei DECATHLON den ersten Platz zu machen (...lang lebe König Mandolino und möge die spanische Nationalhymne nie verklingen)). Das hätte nicht geklappt, wenn wir ein Haufen Angeber und/oder Neider gewesen wären. Naja, irgendwie war die Gilde ja schon was besonderes für mich und ich weiss zum Glück, was mir nicht passiert wäre, wenn ich meine Füsse nie auf ein Skateboard gestellt hätte. Womit wir dann auch beim nächsten Thema wären. Auf welche Decks die ich mein Eigen nennen darf habe ich überhaupt meine Füße gestellt? So viele waren das ja nicht: Die Freestylegurke die Janny von Phillip Boyed abgekauft hat Mark Gonzales Natas Street Lee Ralph OK dann bis zu nächsten mal. Spezial Gruß an Mitkleinbrüder Simone und Nils. Keep on growing. |
|
|||||||||
0 Rock'n'Roll:
Kommentar veröffentlichen